Reha antrag aok Muster 61

Eine Anschlussrehabilitation kann nur durch das Krankenhaus eingeleitet werden. Der entsprechende bundesweite Antrag wird dann direkt vom Krankenhaus bei der Krankenkasse eingereicht. Eine medizinische Rehabilitation zulasten der GKV können alle Vertragsärzte verordnen. Der Nachweis der rehabilitationsmedizinischen Qualifikation ist nicht mehr notwendig. Die Vertragsärzte sollten jedoch die erforderlichen Kenntnisse, beispielsweise bei der Anwendung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF), mindestens einmal jährlich in Fortbildungen der Kassenärztlichen Vereinigungen vertiefen. Die ICF beschreibt und klassifiziert die individuellen Auswirkungen einer Krankheit im Alltag sowie die Faktoren, die darauf Einfluss nehmen. Sie ist bei der Verordnung von Rehabilitationsleistungen zu beachten. Ist die Rehabilitation unmittelbar nach einem Krankenhausaufenthalt notwendig (Anschlussrehabilitation), verordnet der verantwortliche Krankenhausarzt die Maßnahme. Rehabilitationsleistungen innerhalb der vertragsärztlichen Versorgung verordnet der niedergelassene Arzt. Einrichtungen des Müttergenesungswerks erhalten 60 Prozent ihrer Einnahmeausfälle. Eine Rehabilitation richtet sich nach den Bedürfnissen des Versicherten. Entsprechend vielfältig ist das Spektrum an Leistungen.

Bewilligt die Krankenkasse die Rehabilitation, bestimmt sie entsprechend den medizinischen Erfordernissen des Einzelfalls Art, Dauer, Umfang, Beginn und Durchführung der Leistung sowie die Rehabilitationseinrichtung. Dabei berücksichtigt sie die Wünsche der Versicherten. Rehabilitationsleistungen können im Einzelfall aus plausiblen dringenden medizinischen Gründen verlängert werden. Den Verlängerungsantrag stellt der behandelnde Arzt in der Rehabilitationseinrichtung. Die Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene haben dafür einheitliche Vordrucke entwickelt, die die wesentlichen Angaben zur Prüfung der medizinischen Notwendigkeit enthalten. Neben dem allgemeinen Verlängerungsantrag liegen zurzeit indikationsspezifische Vordrucke für die geriatrische, neurologische und psychosomatische Rehabilitation sowie für die Rehabilitation Abhängigkeitskranker vor. Sie erhalten von der AOK Ihren persönlichen Antrag auf eine Rehabilitationsmaßnahme und reichen ihn ausgefüllt ein. Übernimmt die gesetzlichen Krankenversicherung die Kosten der Rehabilitation, füllt der Vertragsarzt die Teile B bis D des Verordnungsformulars Muster 61 aus und übermittelt sie an die Krankenkasse. Bestehen Zweifel an der Zuständigkeit des Rehabilitationsträgers, kann der Vertragsarzt mit Teil A des Musters 61 die Krankenkasse zunächst ermitteln lassen, wer Kostenträger der Rehabilitation ist.

Für die gesetzlichen Krankenkassen gilt das Ziel “Rehabilitation vor Pflege” und die Umsetzung von “ambulant vor stationär”. Nach Eingang des Verordnungsmusters 61 (Teile A bis D oder Teile B bis D) prüft die Kasse abschließend ihre Zuständigkeit und ob es Gründe gibt, die einer medizinischen Rehabilitation entgegenstehen. Dazu bezieht sie gegebenenfalls den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) ein. Wir prüfen Ihren Antrag und benachrichtigen Sie. Falls für Ihre Maßnahme ein anderer Träger zuständig sein sollte, leiten wir den Antrag entsprechend weiter. Eine medizinische Reha kann bei Ihrer Genesung helfen, wenn Sie unter einer schweren gesundheitlichen Beeinträchtigung leiden, etwa aufgrund einer chronischen Krankheit, eines Schlaganfalls oder einer Krebserkrankung. Die AOK unterstützt Sie mit Angeboten im ambulanten und stationären Bereich. Leistungen zur medizinischen Rehabilitation müssen indiziert sein. Das heißt, sie müssen medizinisch notwendig und dazu geeignet sein, eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erreichen. Abzuklären sind die Rehabilitationsbedürftigkeit, die Rehabilitationsfähigkeit und ob eine positive Rehabilitationsprognose auf der Grundlage realistischer, für die Versicherten alltagsrelevanter Ziele vorliegt.

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